My work arises from the question: “Who do we want to be?” – rather than “Who are we?”
In the ambivalence of our time, aware of constant movement and beyond a dystopian postmodernity, I am shaped by growing up between city and countryside, between engagement and observation. In a world we did not choose, we move within a continuum of successive moments and possibilities. Time is not something that simply passes – it accumulates.
My art is a poetic translation of this idea:
Sand and earth serve as materials for what exists and what is transient – for the world into which we are born. Paper and pigment carry the weight of our collected experiences and layers of perception. Each work is a sedimented weave of past, present, and future occurring simultaneously.
[Short version: Johannes Seefried – Continuum]



Mein Werk entspringt der Frage: „Wer wollen wir sein?“ – nicht „Wer sind wir?“.
In der Ambivalenz unserer Zeit, im Bewusstsein einer ständigen Bewegung, jenseits einer dystopischen Postmoderne, bin ich geprägt vom Aufwachsen zwischen Stadt und Land, zwischen Teilnahme und Beobachtung. In einer Welt, die wir nicht gewählt haben, bewegen wir uns in einem Kontinuum aus aneinander gereihten Momenten und Möglichkeiten. Zeit ist dabei nicht etwas, das vergeht – sondern etwas, das sich anreichert/ anhäuft.
Meine Kunst ist eine poetische Übersetzung dieser Vorstellung:
Sand und Erde sind Materialien für das Bestehende und zugleich Vergängliche – für die gegebene Welt, in die wir hineingeboren sind. Papier und Pigment sind Materialien für die gesammelten Erfahrungen und Überlagerungen unserer Wahrnehmung. Jedes Werk ist ein sedimentiertes Geflecht aus der Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

[Kurzfassung: Johannes Seefried: Kontinuum]

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